Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit war ein integrierter Blick auf Organisation, Arbeitsweisen, Flächen und Standorte. Denn neben den baulichen und infrastrukturellen Herausforderungen verändern sich auch die Anforderungen an die Verwaltung selbst. Digitalisierung, effizientere Prozesse, neue Formen der Zusammenarbeit sowie steigende Erwartungen an Bürgernähe und Ergebnisorientierung machen deutlich, dass eine rein gebäudebezogene Betrachtung nicht ausreicht.
In mehreren Workshops mit dem Oberbürgermeister und der Stadtspitze wurden zunächst Vision, Leitbild und Werte der Verwaltung betrachtet. Darauf aufbauend wurde gemeinsam untersucht, wie Arbeit und Zusammenarbeit künftig stattfinden können, welche Anforderungen daraus an die räumliche Infrastruktur entstehen und welche Rolle das Teilen räumlicher Ressourcen dabei spielen kann.
Diese Leitplanken wurden anschließend auf die infrastrukturelle Entwicklung übertragen. Wir entwickelten räumliche Szenarien für mögliche Standortkonstellationen und prüften, welche Zusammenschlüsse grundsätzlich geeignet sind, den zukünftigen Bedarf abzubilden.
Daraus entstand eine erste Bedarfsmodellierung auf Basis eines neuen Arbeitswelt- und Nutzungskonzepts. Die Ergebnisse wurden mit verschiedenen Standortszenarien gespiegelt. Gleichzeitig wurden die zentralen Fragestellungen definiert, die in einer anschließenden Machbarkeitsstudie vertieft untersucht werden sollten.
Im Ergebnis entstand ein belastbarer Überblick über den künftigen Flächenbedarf, differenziert nach Büro-, Sonder- und weiteren Funktionsflächen. Die Bewertung der räumlich-strukturellen Szenarien zeigte zudem, welche Optionen für die weitere Entwicklung sinnvoll erscheinen, welche weniger geeignet sind und welche ausgeschlossen werden sollten.
Damit verfügt die Stadtverwaltung Neuwied über klare Grundlagen für die nächste Projektphase. Die Machbarkeitsstudie kann auf definierten Handlungsempfehlungen, konkreten Prüffragen und nachvollziehbaren räumlichen Szenarien aufbauen.