Stadtverwaltung Neuwied* Neuwied | Deutschland
Eine klare Perspektive für die Verwaltungsinfrastruktur der Zukunft

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Wie viele Kommunen steht auch die Stadtverwaltung Neuwied vor der Frage, wie gewachsene Verwaltungsstrukturen mit den Anforderungen einer modernen Verwaltung zusammenpassen. Digitalisierung, neue Formen der Zusammenarbeit und veränderte Erwartungen an Bürgernähe stellen dabei neue Anforderungen an Organisation, Arbeitsweisen und räumliche Strukturen.

Gemeinsam mit der Stadt haben wir diese Anforderungen konkretisiert und in eine Entwicklungsperspektive für die Verwaltung übersetzt. Daraus entstand eine belastbare Grundlage für die Weiterentwicklung von Flächen und Standorten.

Zeitraum

2025 - 2026

Nutzungsfläche

ca. 13.500 m²

Mitarbeiter:innen

über 500

Von der Organisation zur räumlichen Perspektive

Wie kann eine gewachsene Verwaltungsinfrastruktur eine Verwaltung unterstützen, die künftig schlanker, digitaler und mobiler arbeitet? Für die Stadtverwaltung Neuwied stellte sich diese Frage angesichts mehrerer Verwaltungsstandorte, die baulich und infrastrukturell an ihre Grenzen stoßen.

Gemeinsam mit der Stadt haben wir deshalb nicht bei den bestehenden Gebäuden und Flächen angesetzt, sondern bei der Frage, wie die Verwaltung in Zukunft arbeiten und zusammenarbeiten will. Aus dem Leitbild „Klar & Bürgernah“ entstand ein klares Bild der zukünftigen Verwaltung und daraus Anforderungen an Arbeitsweisen, Flächen und Standorte.

 

Benjamin Bauske-von Berg, Lead Consultant, M.O.O.CON

Entscheidend war die Frage, welche Verwaltungsinfrastruktur Neuwied künftig braucht. Dafür haben wir Organisation, Arbeitsweisen und Räume gemeinsam betrachtet und eine klare Grundlage für die nächsten Entscheidungen geschaffen.

Eine gemeinsame Perspektive für die Verwaltung von morgen

In mehreren Workshops mit dem Oberbürgermeister und der Stadtspitze haben wir das Leitbild in eine gemeinsame Perspektive für die kommenden drei bis fünf Jahre übersetzt.

Im Mittelpunkt steht eine Verwaltung, die schlank, digital und mobil arbeitet, Prozesse stärker in den Mittelpunkt stellt und Projektarbeit im Alltag verankert. Gleichzeitig soll die Stadtverwaltung als Einheit auftreten, ämterübergreifend zusammenarbeiten und transparent handeln. Bürgerinnen und Bürger sollen auf Augenhöhe begleitet werden.

Daraus haben wir konkrete Leitplanken für die zukünftige Arbeitswelt abgeleitet. Arbeitsplätze sollen grundsätzlich geteilt und gleichzeitig stärker nach den jeweiligen Tätigkeiten differenziert werden. Für Zusammenarbeit und Projektarbeit braucht es ebenso passende Räume wie für informellen Austausch, konzentriertes und vertrauliches Arbeiten.

Auch den Bürgerkontakt haben wir räumlich konkretisiert: gut auffindbare und barrierefreie Zugänge sowie geeignete Beratungsbereiche gehören zu den Anforderungen an die zukünftige Verwaltungsinfrastruktur.

Organisation vor Fläche

Diese Leitplanken bildeten die Grundlage für das neue Arbeitswelt- und Nutzungskonzept. Es beschreibt, welche räumlichen Anforderungen sich aus den zukünftigen Arbeitsweisen ergeben und wie unterschiedliche Nutzungen miteinander verbunden werden können.

Dabei haben wir bewusst nicht bei einzelnen bestehenden Büros oder Gebäuden angesetzt. Entscheidend war vielmehr, welche räumlichen Ressourcen die Verwaltung künftig tatsächlich braucht und wie diese, etwa durch das Teilen von Arbeitsplätzen und weiteren Flächen, flexibel und bedarfsgerecht genutzt werden können.

So entstand die Basis für eine erste Bedarfsmodellierung. Den zukünftige Flächenbedarf haben wir nach Büro-, Sonder- und weiteren Funktionsflächen differenziert und damit nachvollziehbar auf die gemeinsame Perspektive bezogen.

Welche Standorte passen zur Entwicklungsperspektive?

Im nächsten Schritt haben wir geprüft, wie sich der ermittelte Flächenbedarf auf unterschiedliche Standortkonstellationen übertragen lässt.

Dabei ging es nicht darum, frühzeitig eine einzelne Lösung festzulegen. Vielmehr haben wir untersucht, welche Standortkonstellationen den künftigen Bedarf der Stadtverwaltung grundsätzlich abbilden können und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.

Die unterschiedlichen Szenarien haben wir räumlich-strukturell bewertet und eingeordnet: Welche Optionen eignen sich für die weitere Entwicklung? Wo besteht vertiefter Prüfbedarf? Und welche Varianten können ausgeschlossen werden?

Damit haben wir die möglichen Wege für die weitere Entwicklung transparent und vergleichbar gemacht.

Projektteam

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Benjamin Bauske-von Berg

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