Wie viele Kommunen und Landkreise steht auch der Eifelkreis Bitburg-Prüm vor komplexen infrastrukturellen Herausforderungen. Der über Jahrzehnte gewachsene Verwaltungs- und Immobilienbestand umfasst Gebäude unterschiedlicher Nutzungen, Altersklassen und baulicher Qualitäten. Viele Liegenschaften wurden intensiv genutzt und über lange Zeit mit dem notwendigen Maß instand gehalten.
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie untersuchen wir gemeinsam mit dem Eifelkreis, wie sich Sanierungsbedarfe, Flächeneffizienz, organisatorische Anforderungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zusammenführen lassen. Dabei betrachten wir den Gebäudebestand, die bestehenden Nutzungen sowie die zukünftigen Anforderungen an Organisation und Verwaltung in ihrem Zusammenhang.
Der Eifelkreis hat auch die organisatorische Entwicklung in die Aufgabenstellung einbezogen. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen, die Digitalisierung, die Bürgernähe sowie die amtsübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit.
Auf dieser Grundlage untersuchen wir, welche räumlichen Rahmenbedingungen und Büro-Nutzungskonzepte die angestrebten Arbeitsweisen unterstützen und inwieweit sich die Anforderungen in den bestehenden Liegenschaften umsetzen lassen. Die zukünftige Infrastruktur soll neue Arbeitsweisen und Serviceangebote ermöglichen, die Zusammenarbeit unterstützen und den Zugang für Bürgerinnen und Bürger verbessern.
Der Abgleich von Organisations- und Gebäudeanalyse macht unterschiedliche Entwicklungsoptionen sichtbar. Bewertet wird unter anderem, ob eine Bündelung der Verwaltung an einem Standort möglich und sinnvoll ist, welche Bestandsgebäude dafür geeignet sein könnten und unter welchen Voraussetzungen ein Neubau eine tragfähige Alternative darstellt.
Die Machbarkeitsstudie ist noch nicht abgeschlossen. Eine Entscheidung über die zukünftige Verwaltungsinfrastruktur liegt daher noch nicht vor. Ziel der Untersuchung ist, den Immobilienbestand langfristig wirtschaftlich, funktional und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Nach Abschluss bilden die Ergebnisse die Grundlage für die weitere Beratung und den politischen Entscheidungsprozess.
In der nächsten Phase werden die Erkenntnisse durch eine vertiefende Bedarfsplanung und konkrete Maßnahmen für moderne Arbeitswelten und einen bürgernahen Service konkretisiert.