16.8.2019

Das Potenzial neuer Arbeitsräume

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Räumliche Veränderung hat einen starken Effekt auf die Unternehmenskultur, aber neue Räume alleine schaffen noch keine Kulturveränderung. Arbeitsräume – die Gestaltung der Arbeitsplätze, deren Anordnung, Treffpunkte, Gänge und Wege – reflektieren die Werte des Unternehmens und formen Verhaltens- und Interaktionsmuster mit. 

Raum vs. Kultur. Oder besser:

Raum und Kultur gemeinsam denken

Die Veränderung von Räumen unterbricht die vorhandenen Muster. Fürs erste. Aber: die Kultur ist stärker!

Wann schon haben Sie die Möglichkeit das „Wie wir arbeiten“ völlig neu zu denken? Ein Umzug in ein neues Gebäude, ein Neubau, ein Umbau eröffnet die Möglichkeit, quasi auf einem weißen Blatt neu zu entwerfen, wie Sie in Zukunft arbeiten wollen. Das neue Quartier soll ja zukunftsfähig sein. Oder Sie kopieren das bestehende Raumkonzept einfach in das Neue? Das wäre eine vertane Chance. Denn: Ist bei Ihnen wirklich alles noch so wie es war, als Sie das jetzige Büro bezogen haben? 

Sabine Zinke, Partnerin bei M.O.O.CON

Wird nicht gleichzeitig an der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur gearbeitet, vergibt man das Potenzial der neuen Räume. Das Ergebnis ist alter Wein in neuen Schläuchen. 

Der M.O.O.CON WirkRaum – unser Büro in Frankfurt. Wir haben uns intensiv mit uns und unserer Arbeitsweise auseinandergesetzt, um die für uns passenden Arbeitswelten zu gestalten. Mehr dazu finden Sie im Menüpunkt Kunden & Projekte.

Definieren Sie die Zukunft Ihres Unternehmens  

Es braucht eine tiefere Auseinandersetzung als Arbeitsplätze in einer Fläche anzuordnen, es ist mehr als die Diskussion um Einzelzimmer, Gruppenbüros und Desk Sharing. Es geht um eine Positionierung des Unternehmens für eine zukünftige Arbeitskultur. 

  • Wie stehen Sie zur Flexibilisierung der Arbeit?

  • Wie verändert sich Führung?

  • Welche Technologien beeinflussen Ihre Arbeit?

  • Woraus entsteht Ihre Wertschöpfung?

  • Wie wichtig ist Kollaboration und Kommunikation, Gesundheit und Ihre Attraktivität als ArbeitgeberIn?

Es seien hier nur einige Dimensionen genannt, die es zu erfassen und zu gestalten gilt. 

Die neuen Arbeitsräume müssen diese neue Arbeitskultur in ihrer Gestaltung unterstützen, aber es braucht einen Kulturwandel, einen Wandel in Einstellungen, Glaubenssätzen, Normen und die damit verbundenen Signale, damit die neuen Räume ihre Wirkung auch entfalten können. Das geht nicht von heute auf morgen und ist ein Prozess, der weit über das Umzugsdatum hinausreicht. 

Mit der passenden Arbeitsumgebung:

Nachhaltige Zufriedenheit, Wohlbefinden und damit gesteigerte Produktivität sichern

Für Verantwortliche in den Departments Human Ressources oder Personalentwicklung ist es nichts Neues:

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Zufriedenheit mit der physischen Arbeitsumgebung und dem Erfolg des Unternehmens bzw. der individuellen Leistung.  

Damit Sie dieses Potenzial gut heben können, braucht es einen intensiven Prozess der Einbindung und Beteiligung der zukünftigen NutzerInnen. Es gilt einerseits die NutzerInnen in ihren Bedürfnissen gut abzuholen, andererseits – und das ist das Elementare – sie auf die Reise in die neue Arbeitskultur mitzunehmen. Dazu gehört:  

  • das Generieren neuer Bilder vom zukünftigen Arbeiten,  

  • die Würdigung des Bestehenden und  

  • einen (teilweisen) Abschied vom Alten zu unterstützen.  

Je mehr die Beteiligten die neue Kultur und die neuen Räume mitgestalten können, desto eher erleben sie die neue Arbeitsumgebung als ihre eigene. Sie identifizieren sich und es ist sichergestellt, dass nicht an den MitarbeiterInnen vorbei geplant wird. 

Emotionale Flächenbrände vermeiden – Signalwirkung neuer Räume nutzen

Neue Räume sind ein starkes Signal – ein Signal der Wertschätzung. Sie können es aktiv nutzen: Als Start in ein neues Zeitalter, einer neuen Strategie, einer neuen Zusammenarbeit, einem neuen Selbstverständnis, usw. Aber das passiert nicht von selbst. Nur in der Koppelung mit einem begleitenden Veränderungsprozess lässt sich dieses Potenzial heben. Stimmt die Botschaft der Räume nicht mit Ihren sonstigen Botschaften überein, kann der Schuss nach hinten losgehen.

Sabine Zinke, Partnerin bei M.O.O.CON

Räumliche Veränderungen sind oft mit starken Emotionen verbunden. Es gilt auf die Bedürfnisse, die hinter Ängsten, Widerstand und massiver Verteidigung des Alten stehen, einzugehen. Das Eröffnen neuer Vorstellungswelten hilft emotionale Flächenbrände zu vermeiden.

Es braucht daher eine parallele kulturelle Veränderung. Einen Prozess der Auseinandersetzung mit der bestehenden und angestrebten Kultur, die Einbindung und Beteiligung der Betroffenen, die Bearbeitung der Ängste und Widerstände, das Schaffen neuer Bilder von Arbeit und Zusammenarbeit sowie eine gute Unterstützung der Führungskräfte. 

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