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DACHSER SE* Kempten | Deutschland
Wenn Raum Zusammenarbeit verändert: Der DACHSER Network Campus

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DACHSER SE ist eines der führenden Logistikunternehmen Europas, inhabergeführt und weltweit aktiv. Am Hauptsitz in Kempten war das Unternehmen lange auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilt. Begrenzte Flächen und räumliche Distanzen erschwerten die bereichsübergreifende Zusammenarbeit.

Der neue Network Campus sollte das grundlegend ändern. Das Ziel war nicht einfach ein neues Gebäude, sondern ein Ort, an dem Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, Kulturen und Arbeitsweisen des DACHSER-Netzwerks zusammenkommen. Ein Ort, der Arbeiten, Lernen und Begegnung verbindet und ihre Vielfalt als Potenzial nutzt. Kurz: ein Campus, an dem man gerne ankommt.

Zeitraum

2022 - laufend

Fläche

53.000 m²

Mitarbeiter:innen

ca. 1.800

Innenarchitektur

Atelier 522

Vom Nebeneinander zum Miteinander

Wachstum bringt Komplexität. Bei DACHSER zeigte sich das auch in den räumlichen Strukturen: Die Mitarbeitenden am Hauptsitz in Kempten arbeiteten an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet. Die Zusammenarbeit über Bereiche hinweg war aufwändig, Begegnung fand reduziert und überwiegend im eigenen Team oder Bereich statt. Was fehlte, war ein Ort, der Vernetzung nicht organisiert, sondern selbstverständlich macht. Denn im Zufall liegt die Kraft.

Das Ziel war klar: DACHSER wollte das Prinzip der Vernetzung, das das Unternehmen auf allen Ebenen auszeichnet, auch räumlich verankern. Der neue Network Campus schafft dafür die erforderlichen Voraussetzungen. Vier Bürogebäude, verbunden durch eine Magistrale als architektonisches Rückgrat, bieten Raum für eine neue Qualität der Zusammenarbeit.

Neben unterschiedlichen Arbeitsumgebungen umfasst der Campus u.a. eine eigene Academy als Bildungszentrum, ein Forum für Veranstaltungen, Begegnung und Austausch, einen Healthbereich sowie großzügige Außenanlagen. So entsteht ein räumlicher Zusammenhang, der Zusammenarbeit, Lernen und Begegnung im Arbeitsalltag unterstützt.

Partizipation als Methode. Change als Prozess.

Ein Campus dieser Größe stellt vor allem eine menschliche Herausforderung dar: Wie nimmt man rund 1.800 Mitarbeitende auf eine Reise mit, deren Ziel eine neue Art zu arbeiten ist?
Wir haben das nutzerseitige Projektmanagement übernommen und DACHSER von der ersten Konzeptphase bis weit über den Einzug hinaus im Change begleitet.

Rasch war klar, dass die Antworten aus dem Unternehmen selbst kommen mussten. Deshalb rückte die Beteiligung der Mitarbeitenden Schritt um Schritt in Mittelpunkt. Für Büroflächen und alle Sonderbereiche wurden Anforderungen und Nutzungsszenarien im Dialog erarbeitet. In Workshops, User Journeys und World Cafés brachten Mitarbeitende ihre Perspektiven, Bedarfe, Ideen aber auch Vorbehalte in die Planung ein.

Die Ergebnisse flossen in die Zusammenarbeit mit dem Innenarchitekturbüro Atelier 522 ein. Dabei koordinierten wir die Schnittstellen zwischen Nutzeranforderungen und baulicher Umsetzung und unterstützten die Überführung der konzeptionellen Vorgaben in belastbare Planungsschritte.

 

Franziska Thomas, Projektleiterin M.O.O.CON

Es war von Anfang an klar: Der Campus funktioniert nur, wenn die Menschen ihn mit entwickeln. Deshalb haben wir Partizipation ins Zentrum gestellt und Change als Entwicklungsprozess verstanden, nicht als Kommunikationsaufgabe.

Es wurde ein umfassender Change-Prozess aufgesetzt. Interviews, eine Vielfalt von Dialogformaten und Workshops sowie eine strukturierte Change Architektur halfen dabei, das Zielbild bei den Nutzergruppen zu schärfen und kontinuierlich zu reflektieren. Change Agents wurden qualifiziert und gecoacht, um Veränderung von innen zu tragen. 

Denn die neuen Räume können ihre Wirkung nur entfalten, wenn ihre Funktionen verstanden werden und die Mitarbeitenden den Umgang mit ihnen im Alltag erproben können. Stakeholderanalysen und Projektorganisationspläne schufen die Grundlage für nachvollziehbare Entscheidungen

Räume für Zusammenarbeit, Lernen und Begegnung

Der DACHSER Network Campus ist heute ein Ort, der von Offenheit geprägt ist. Transparenz, Zugehörigkeit und Professionalität werden spürbar, sobald man den Campus betritt.
Die Magistrale, die Anfang 2027 eröffnet werden soll, wird als Verbindungsstück der Gebäude  architektonisch zum Ausdruck bringen, was der Campus leisten soll: Mitarbeitende begegnen sich in unterschiedlichen Settings, vernetzen sich, arbeiten, lernen und kommen ins Gespräch. Intelligente Technologie, unterschiedliche Materialien und durchdachte Ausstattung unterstützen diese vielfältigen Nutzungen.

So ist ein Ort entstanden, der im Alltag Wirkung entfaltet, weil er gemeinsam mit den Menschen entwickelt wurde, die ihn nutzen.

Projektteam

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Franziska Thomas

Hannah Straß

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