Vor dem Umzug war ACREDIA in einem rund 3.000 m² großen Bestandsobjekt in der Wiener Himmelpfortgasse auf fünf Stockwerken verteilt. Die überwiegend als Einzel- und Gruppenbüros organisierten Flächen boten nur wenige Möglichkeiten für spontane Begegnungen und teamübergreifenden Austausch. Kleine Teeküchen, fehlende zentrale Treffpunkte und nicht belegte Arbeitsplätze prägten die bisherige Situation. Auch die Sichtbarkeit der Mitarbeiter:innen und die Unterstützung aktueller Formen der Zusammenarbeit waren dadurch eingeschränkt.
Gesucht war ein Arbeitsumfeld, das Kommunikation im Alltag erleichtert, Begegnungen ermöglicht und unterschiedliche Tätigkeiten flexibel unterstützt.
Die Entwicklung des neuen Standorts erfolgte in einem gemeinsamen, partizipativen Prozess. Mitarbeitende, Führungskräfte und Projektverantwortliche waren frühzeitig eingebunden, um Anforderungen, Bedürfnisse und zukünftige Arbeitsweisen zu definieren. Auf dieser Grundlage entstand ein tätigkeitsorientiertes Bürokonzept für die neue Mietfläche im eNNa.
Offene Teamarbeitsplätze im Desk-Sharing-Modell treffen auf Fokus-Räume und Fokus-Boxen für konzentriertes Arbeiten und digitale Gespräche. Flexible Besprechungs- und Kommunikationsbereiche unterstützen Zusammenarbeit und Austausch. Eine zentrale Cafeteria mit großzügigem Come-Together-Bereich sowie die begrünte Terrasse ergänzen das Raumangebot um Orte für Begegnung und informelle Kommunikation.
Wir begleiteten ACREDIA von der Arbeitsplatz- und Immobilienstrategie über die Flächensuche und Bedarfsplanung bis zur Umsetzung. Unser Auftrag umfasste außerdem die funktionale Planung, das Projektmanagement, das funktionale Controlling, die Ausstattung, das Umzugsmanagement sowie die Change- und Kommunikationsbegleitung.
Ein Relocation-Projekt bringt unterschiedliche Interessen, Anforderungen und Abhängigkeiten zusammen. Für ACREDIA galt es, eine offene Bürostruktur mit ausreichenden Rückzugsmöglichkeiten zu verbinden und zugleich technische, wirtschaftliche und bauliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Die Abstimmung von Ausführungsplanung, Ausstattung, Medientechnik und Gebäudeschnittstellen erforderte eine enge Koordination zahlreicher Projektbeteiligter und Gewerke.
Gleichzeitig ging es darum, ein gemeinsames Verständnis für tätigkeitsorientiertes Arbeiten zu entwickeln und die Mitarbeitenden bei der Veränderung von Routinen und Arbeitsweisen zu begleiten. Die kontinuierliche Abstimmung zwischen ACREDIA, den Nutzer:innen, uns, der Innenarchitektur, dem Vermieter und den ausführenden Firmen war dafür entscheidend.
Mit dem neuen Standort im eNNa Work-Life-Building ist eine Arbeitswelt entstanden, die den Büroalltag von ACREDIA spürbar verändert. Erste Erfahrungen zeigen, dass sich Mitarbeitende häufiger begegnen, spontaner miteinander kommunizieren und stärker über Bereichsgrenzen hinweg austauschen. Die neue räumliche Struktur unterstützt damit nicht nur unterschiedliche Tätigkeiten, sondern auch die gemeinsame Identität des Unternehmens.