Post am Rochus* Wien | Österreich
Der Wettbewerb: So wurde das beste Ergebnis für die Post erzielt

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Transparenz und Klarheit dominierten den Wettbewerb. Und dann setzten wir auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem ausführenden Generalplaner. Das verstehen wir unter einer guten Bestellqualität.

Ein gut vorbereiteter Wettbewerb brachte perfekte Ergebnisse

Es handelte sich um einen europaweiten, anonymen, zweistufigen Generalplanerwettbewerb, in dem Haustechnik, Infrastruktur, etc. gleich integriert wurden. Diese Wettbewerbsspezifika, gepaart mit einer klaren Bedarfsplanung und konsequenter Prozessoptimierung, waren hier zielführend. Gemeinsam mit unserer Auftraggeberin definierten wir im Vorhinein exakt was gebraucht wird. Der Wettbewerb konnte deshalb so gestaltet werden, dass er maßgeschneiderte Ergebnisse lieferte.

Die Vorgaben zur Wettbewerbsaufgabe wurden den teilnehmenden Planerinnen und Planern transparent und klar kommuniziert – das ist nicht immer selbstverständlich. Aus unserer Sicht handelte es sich aber nicht um Einschränkungen, sondern vielmehr um informative Guidelines. 

Mario Paintner, feld72 Architekten ZT

 

Partnerschaftliche Arbeitweise ist erfolgsentscheidend

Uns war wichtig, dass es sich beim Wettbewerb um einen GeneralplanerInnen- und nicht um einen reinen Architekturwettbewerb handelte. Denn: So ein Projekt ist mehr als ein Haus – es geht ums ganze System. Um den Prozess zu optimieren, haben wir von Beginn an partnerschaftlich geplant, sodass die einzelnen Systeme integral ineinandergreifen. Das verstehen wir unter Bestellqualität: Ein gutes Briefing, das Miteinbeziehen aller Systeme und der Gesamtwirtschaftlichkeit.

Teamwork bis ins letzte Detail: Michael Salvi (Schenker Salvi Weber Architekten), Michael Ullrich (Österreichischen Post) und Karl Friedl (M.O.O.CON). © Walter Oberbramberger

Anonym und...

Die Anonymität hat ganz extrem in der Entscheidungsfindung dazu beigetragen, dass neutral, funktional und kriterienbasiert entschieden wurde. Die Beurteilungskriterien wurden zuvor erarbeitet. Das war ein großer Erfolgsfaktor. So musste die Post nicht direkt selbst bewerten, sondern hatte durch unsere Beratung und die Vorprüfberichte eine solide Entscheidungsgrundlage. Das hat unserer Auftraggeberin viel Sicherheit gegeben.

...zweistufig

Auch die Zweistuftigkeit war enorm wichtig, um ein maßgeschneidertes Ergebnis zu erhalten. Die erste Stufe des Wettbewerbs entsprach von den Anforderungen her bewusst der eines Architekturwettbewerbs. Mit dieser niederschwelligen Eintrittsstufe konnten auch kleinere Büros teilnehmen, sodass wir auf die ganze Bandbreite des Marktes zugreifen konnten. Hier setzten wir uns vorrangig mit der Struktur auseinander. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass das Gebäude später wirklich funktional aufgestellt ist. Im Hintergrund rechneten wir schon Flächen und visualisierten, was die einzelnen Wettbewerbsbeiträge wirtschaftlich leisten und wie viel Potenzial die Entwürfe haben. Hier prüften wir Kosten, Machbarkeit, Nachhaltigkeit und Nutzerkomfort quantitativ.

Für die zweite Phase konnten sich die TeilnehmerInnen mit PartnerInnen Verstärkung suchen.

Die zwei Stufen ermöglichten uns eine Reflexion – ein Lernen im und am Wettbewerb sozusagen. Hätte es die zweite Stufe nicht gegeben, sähe das Endresultat heute garantiert anders aus: Es läge weiter entfernt von den Wünschen der Post.

Michael Salvi, Schenker Salvi Weber Architekten ZT

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