Post am Rochus* Wien | Österreich
Eine kompromisslose Umfeldanalyse ohne Wunschdenken macht sich bezahlt

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Es hätte so einige Stolpersteine beim Projekt "Post am Rochus" geben können. Doch die vorausschauende Planung und frühe Antizipation sämtlicher Besonderheiten bei dieser Gebäudeentwicklung, ließ uns stets auf Schiene bleiben. 

Effiziente und vorausschauende Planung

Trotz Denkmalschutz, Netzwerkknoten und archäologischen Grabungen blieb zu jeder Zeit alles auf Schiene. Auf der Liegenschaft befindet sich das Wählamt, dessen denkmalgeschützte Art-Déco-Fassade in das neue Gebäude integriert werden musste. Im Bestandsgebäude lagen technische Einbauten der Telekom – sie standen und stehen nach wie vor in Betrieb und durften zu keiner Zeit vom Netz genommen werden. Um das Risiko eines Telekom-Netzausfalls so gering wie möglich zu halten, wurde kurzerhand ein eigenes Vorprojekt gestartet. Vor dem eigentlichen Projektbeginn und nach sorgfältiger Prüfung wurde der sogenannte "Kollektor-Gang", ein enger Raum, in dem viele wichtige Netzwerkkabeln liegen, an die Grundstücksgrenze verlegt. 

Dirk Agsten, M.O.O.CON Projektleiter

Die Erfolgsformel für Projekte generell ist das frühzeitige Antizipieren möglicher Stolpersteine. Wenn man die bewusst einplant und ihnen die nötige Aufmerksamkeit schenkt, ist das schon die halbe Miete.

Archäologischer Hotspot

Schon früh war außerdem klar, dass auf dem Grundstück mit archäologischen Funden zu rechnen war. Was das Herz der ArchäologInnen höherschlagen lässt, wird für AuftraggeberInnen eines Bauprojekts schnell einmal zur Zitterpartie, kann doch schon ein winziger Fund die Bauarbeiten zum Stillstand zwingen. Wir haben das Unplanbare planbar gemacht und die archäologischen Grabungen von Beginn an eingeplant. 

Während sich das Projektteam auf den Wettbewerb und die Totalunternehmer-Vergabe konzentrierte, brachten die ForscherInnen innerhalb von sechs Monaten sensationelle Funde zum Vorschein.

Zum ersten Mal konnte eine Mischung zwischen der spätkeltischen und der frührömischen Kultur nachgewiesen werden. Zum Entzücken aller stieß man zudem auf Gegenstände, die beweisen, dass am Rochus schon vor über 2000 Jahren Post verschickt wurde. Die Österreichische Post kehrte in gewisser Weise also wieder "heim".

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