10.4.2019

Team von M.O.O.CON diskutiert Megatrends

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Das Team von M.O.O.CON beim Jahresabschluss

Die Digitalisierung verändert die Art wie wir arbeiten grundlegend und stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Lösungen hierfür diskutieren wir nicht nur bei Events oder in Netzwerken wie der IG Lebenszyklus Bau. Unser Ziel ist ein tiefgehendes Verständnis unserer Kundinnen und Kunden. Welche aktuellen Trends oder Veränderungen sehen wir "da draußen"? Welche Auswirkungen hat das? In welcher Art und Weise werden wir in Zukunft arbeiten? Was bedeutet das für unseren Globe? Das ganze Team von M.O.O.CON hat sich intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Unterstützt haben uns Experten wie Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut  und Harald Katzmair von FAS research. Bei unserem Jahresabschluss in der Wiener Ottakringer Brauerei haben Sie die relevanten Megatrends für unsere Branche mit dem Team von M.O.O.CON diskutiert. Dabei blieb auch Zeit für ein spontanes Interview mit Karl Friedl, geschäftsführender Gesellschafter bei M.O.O.CON.

Diese Megatrends beeinflussen uns

Insgesamt wurden elf Megatrends des Zukunftsinstituts im Team diskutiert.
Christoph Müller-Thiede, Geschäftsfeldverantwortlicher Projekte Gestalten, fasst die Prognosen wie folgt zusammen:


Konnektivität

Der Kunde erhält vollkommen neue Möglichkeiten des Produkterlebnisses. Er kann vereinzelt sogar Teil von Produktinnovationen werden. Vernetzung im digitalen Raum spielt eine wesentliche Rolle in der globalen Teamarbeit und wird einer der Treiber im Wachstum um weltweit Talente finden zu können.

"Konnektivität" wurde in einem FAS research-Umfragetool vom M.O.O.CON Team als Top-Thema unserer Kunden identifiziert: 

Individualisierung

Mensch im Mittelpunkt, aber wie überwinden wir das „ICH zuerst“ und kommen zu einem „WIR vor ich“. In diesem Zusammenhang wurde auch der Hirnforscher Gerald Hüther erwähnt. Er sagt: „Wir können nur mit anderen lernen. Die egozentrierte Gesellschaft behindert uns im Lernen. Wir sind zu sehr mit uns verwickelt, müssen uns erst auswickeln damit wir uns entwickeln können. Andere Menschen müssen uns berühren, damit wir auf Neues kommen.“

Gesundheit

Spielt zunehmend eine größere Rolle, auch im Arbeitsleben. Dabei geht es um Achtsamkeit, Work-Life-Integration, Befriedigung im Arbeitsalltag, Sinnstiftung. Biophilie und Qualität am Arbeitsplatz brauchen in der digitalen Welt eine noch größere Bedeutung. Natur im Alltag. Früherkennungs-Systeme. Rolle des analogen Raums in einer digitalen Welt gewinnt an Bedeutung. Supported Leadership ist gefragt.

New Work

Veränderung unserer Arbeitsweisen, Kommunikation und Kollaboration rückt in den Vordergrund, Dynamisierung der Arbeitsweise, Tätigkeitsorientierung vor Personen. Innovation ist ein Treiber.

Wissenskultur

Um mit dem vielfältig vorhandenen Wissen umgehen zu können wird sich unsere Kommunikation von einer personenorientierten zu einer themenbasierten Kommunikation wandeln. Das heißt wir kommunizieren über Themen und Rollen und nicht über Personen. Kompetenzen und Wissen stehen jederzeit überall zu Verfügung. Wie viel davon brauchen Organisationen als Stammmannschaft? Wie kann die punktuelle Einbindung geschehen sodass trotzdem wirkungsvolle Teams entstehen?

Globalisierung

Zusammenhänge einer globalen Welt werden bewusster. Wir sind vernetzter. Unternehmen arbeiten weltweit in digitalen Räumen in Teams zusammen. Das Bewusstsein für andere kulturelle Einstellungen wird wichtiger. Es geht um das Verstehen von Fremden in Kultur und Sprache. Der regionale Markt ist der Weltmarkt. Dezentral in der Welt verfügbares Wissen und Ressourcen lässt die Welt zu einem regionalen Markt werden.

Mobilität

Neue Mobilitätsformen werden den Trend der De-Urbanisierung verstärken. Büros werden künftig mehr zu einem Treffpunkt für Austausch und Kollaboration, die gewöhnliche Einzelarbeit findet zu Hause oder in Third Places statt.

Neo-Ökologie

Bewusstsein der Nachhaltigkeit nimmt stärker zu. Die globale ökologische Krise führt zu einem Umdenken, das hat auch soziokulturelle Auswirkungen. Integration von Flüchtlingen auch am Arbeitsmarkt spielt eine größere Rolle, das Bewusstsein globaler Zusammenhänge wird größer. Aktuell liegt das Thema noch in Nachhaltigkeitsberichten begraben. Die Frage ist, was aktuelle Aktionen künftig für Auswirkungen auf Unternehmen haben werden. Cradle-to-cradle, konstruktive Prinzipien die nachhaltig sind werden bestimmend werden. Rohstoff- und Bodenverknappung werden die Bauindustrie verändern.

Silver Society

Verbindung von Alt und Jung in Organisationen. Generation Gap: Wie sieht die optimale Arbeitswelt für vier Generationen aus? Reverse mentoring, wie nutze ich die Potentiale? Wie verbinden wir zukunftsgerichtetes Wissen der Jungen mit der Erfahrung älterer Menschen? Wie organisiert man so etwas? Stichwörter sind dabei Industrie 4.0 und Disruption, in der teilweise vergangenes Wissen keine Rolle mehr spielt, Erfahrung und systemisches Verständnis aber sehr wohl.

Urbanisierung

Eine Stadtflucht ist zu erkennen. Menschen wollen wieder ins Grüne. Remote Work und Third Places in der Nähe meines Wohnortes werden zum Standard-Arbeitsplatz. Mobilitätsachsen (Personen, Waren, Daten) gewinnen an Bedeutung. Hier entstehen Third Places. Um die besten Talente auch in Zukunft zu haben, müssen Unternehmen flexibler werden und näher zu den Talenten rücken.

Gender Shift

Führungskräfte werden weiblich, das heißt soziale Themen in Unternehmen bekommen ein stärkeres Gewicht. Themen Kultur und Machtgefüge werden in Unternehmen neu definiert.
 

Weitere Informationen und einen ersten Einblick in die Megatrend-Map des Zukunftsinstituts finden Sie hier.

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