2.8.2022

Komptech beim Corporate Culture Jam 2022: Building a place of opportunity

Tags: Projekte gestaltenNachhaltigkeit

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Heinz Leitner, CEO der Komptech Gruppe, steht diesmal gemeinsam mit Bernhard Herzog auf der Bühne des Corporate Culture Jams am 22. September 2022 in Maria Enzersdorf. Das Motto des Jams: „Creating a Corporate Culture of Sustainability – Jam goes SDG“. Komptech entwickelt mit uns gerade einen „Place of opportunity“ am Firmensitz in Frohnleiten in der Steiermark. Was das genau bedeutet und in welchem Zusammenhang das Projekt mit den Sustainable Development Goals steht, lesen Sie in diesem Interview.

Komptech ist per se schon einmal in einem recht „grünen“ Bereich tätig. Das Unternehmen entwickelt Equipment für das Abfallrecycling und die Aufbereitung von Biomasse und stellt es weltweit zur Verfügung. Komptech Kund:innen leisten damit einen beachtlichen Beitrag in der Verkleinerung ihres Treibhausgas-Fußabdrucks: Ganze 95 Prozent weniger Methan sind durch die Aufbereitungsanlagen beispielsweise möglich. Und das Geschäft läuft gut: Das steirische Unternehmen wächst durchschnittlich um zehn Prozent pro Jahr und braucht daher ein neues, bedarfsgerechtes Headquarter für rund 300 Mitarbeiter:innen in Frohnleiten.

M.O.O.CON begleitet den gesamten Prozess von der Bedarfsplanung über den Architekturwettbewerb bis hin zur Ausführung und Übersiedelung. Am Corporate Culture Jam werden Heinz Leitner und Bernhard Herzog in einer Keynote Einblicke in den Prozess der Entwicklung eines „Place of opportunity“ geben. Wir haben vorab gefragt, welche Rolle die SDGs im Unternehmen und im neu entstehenden Gebäude spielen.

Theresa Hochgerner: Gibt es ein Schlüsselerlebnis, das Ihnen die Notwendigkeit der SDGs für Ihr Unternehmen vor Augen geführt hat?

Es gibt kein einzelnes Schlüsselerlebnis, aber einen Prozess über ein bis zwei Jahre hinweg. Die vielen Dienstreisen in unsere Märkte – also zum Beispiel auf den afrikanischen oder asiatischen Kontinent – haben mich und uns nachdenklich gemacht. Das Müllproblem ist vielerorts omnipräsent und es wird sich durch die Urbanisierung der Menschheit immer weiter zuspitzen. Wir wollen dazu gezielt Lösungen anbieten. Die Sustainable Development Goals der UN sind hierfür ein guter Rahmen, den wir für unsere Nachhaltigkeitsziele übernommen haben.

Und wie überträgt man die Wirkkraft der SDGs nun in die Unternehmenskultur?

Einer der großen Hebel in der Unternehmenskultur allgemein ist der Sinn hinter der Fassade eines Unternehmens. Qualifizierte und loyale Mitarbeiter:innen sind heute das größte Gut und da reicht es nicht mehr mit einem Namen und in Bullet Points festgehaltenen Rahmenbedingungen aufzutreten. Menschen wollen heute einen Beitrag leisten und mithelfen das eine oder andere Problem der Gesellschaft zu lösen.

Wir leben Nachhaltigkeit – wir haben die SDGs für uns als Regelwerk etabliert, um daraus unsere eigenen, individuellen Nachhaltigkeitsziele festzulegen. Sie sorgen international über all unsere Standorte hinweg für ein einheitliches Verständnis – das ist wichtig, um solche Werte in der Kultur zu verankern und sie auch echt zu leben.

Wie schaffen Sie es, die SDGs in der Strategie-, Führungs- und Kulturarbeit umzusetzen?

Das wichtigste ist eine offene Unternehmenskultur.

Heinz Leitner

 

Nachhaltigkeitsziele lassen sich nicht verordnen. Man kann sie definieren, aber den Weg zur Zielerreichung beschreitet man gemeinsam. Wir brauchen den Input und die Eigenverantwortung unserer 800 Mitarbeiter:innen, denn sie wissen meist am allerbesten wie es funktionieren kann. Das heißt wir setzen auf offene, dialogische Kommunikation und kommen so mehr oder weniger ganz automatisch auf die richtigen Lösungen für uns.

Ein Beispiel dafür sind unsere vierteljährlichen Informationsveranstaltungen, wo wir immer über den Status Quo der SDGs bei uns im Unternehmen informieren – wenn es gut läuft und auch, wenn es weniger gut läuft. In diesen Foren, wie auch auf anderen Kommunikationswegen, sind unsere Kolleg:innen dazu aufgerufen, zu partizipieren und ihre Vorschläge einzubringen. Die Verantwortung liegt bei uns allen und nicht nur im Management.

Nun zurück zum Corporate Culture Jam: Welche SDGs erwarten uns inhaltlich in Ihrem Vortrag?

Da wir uns gerade inmitten einer Gebäudeentwicklung mit M.O.O.CON befinden, und natürlich auch dieses nach den SDGs und unserer Unternehmenskultur ausrichten werden, sprechen wir beim Corporate Culture Jam über mehrere SDGs.

Abgesehen von „Maßnahmen zum Klimaschutz“ (13) und „bezahlbare und saubere Energie“ (7), die das Gebäude und seine Auswirkungen betreffen, hat selbstverständlich das Wohl der Mitarbeiter:innen im neuen Headquarter einen ebenso hohen Stellenwert.

Wir entwickeln unsere neue, nachhaltige Arbeitswelt übrigens genauso partizipativ, wie wir die SDGs bearbeiten.

Heinz Leitner

 

Das heißt, unsere Kolleg:innen dürfen mitbestimmen wie sie in Zukunft arbeiten wollen. In dem Zusammenhang dürfen die Teilnehmer:innen am Corporate Culture Jam auch etwas zu „Gesundheit und Wohlergehen“ (3), „hochwertige Bildung“ (4) und „menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ (8) erwarten.

Vielen Dank für das kurze Gespräch, Heinz! Wir freuen uns auf deine und Bernhards Keynote am 22. September 2022 im Gabrium Maria Enzersdorf!

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