This page is only available in German.

23.3.2026

Büro-Liebe ist kein Zufall: 5 Hebel, damit das Büro wieder Wirkung entfaltet

Share Teilen

  • Mail
  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn
  • Xing
  • Pinterest

Das Büro hat noch lange nicht ausgedient – aber: es muss sich neu beweisen. Unsere aktuelle YouGov-Umfrage unter 1.024 Angestellten mit überwiegender Büro- und Wissensarbeit* zeigt: 58 % arbeiten gern im Büro. Wenn das Team da ist, sogar 68 %. Gleichzeitig sagen nur 45 %, dass das Büro sie wirklich bei der Leistung unterstützt. 31 % vermeiden es, wenn sie können.

Das ist kein Widerspruch. Es ist ein Signal: Menschen mögen das Büro – aber sie brauchen einen Grund, hinzugehen.

1) Erst das „Warum“ klären – dann umbauen

Viele Organisationen diskutieren aktuell über Flächen, Regeln und Anwesenheit. Die entscheidendere Frage ist jedoch: Welchen Mehrwert soll das Büro liefern, den Homeoffice nicht liefert? In unseren Projekten zeigt sich immer wieder: Wert entsteht dort, wo das Büro Interaktion, Austausch und Zusammenarbeit ermöglicht – also genau dort, wo Kultur und Geschwindigkeit entstehen. 

Merksatz: Nicht „Wie bekommen wir alle zurück?“, sondern

„Wofür lohnt es sich, gemeinsam da zu sein?“.
 

GRAFIK 1 ZUR YouGov-Umfrage © M.O.O.CON GmbH

2) ROI nicht am Quadratmeter messen, sondern am Output

Der Druck auf die Rentabilität von Immobilien ist real. Trotzdem führt reine Quadratmeterreduktion selten zum strategischen Ziel. Denn in wissensbasierten Organisationen liegen die größten Kosten (und damit auch die größten Hebel) bei den Personalkosten. Kleine Effekte bei Produktivität und Zusammenarbeit sind deutlich wirkungsvoller als ein reiner Flächenschnitt. 

Sabine Zinke, Geschäftsführerin, M.O.O.CON

Wer das Büro nur als Kostenstelle sieht, verkennt den Hebel – als Performance- und Innovationsinfrastruktur kann es den ROI nachhaltig steigern.

3) Pull statt Pflicht: Der soziale Faktor ist der echte Magnet

Die Umfrage zeigt klar, was Menschen am Büro schätzen: die soziale Komponente. Das deckt sich mit dem, was wir in unseren Arbeitswelt- und Transformationsprojekten beobachten: Wenn Begegnung, spontane Abstimmung und Teamgefühl möglich werden, steigt die Attraktivität des Büros. 
Und: Arbeitsorte beeinflussen Kreativität und Innovationsfähigkeit – wenn sie so gestaltet sind, dass interdisziplinäre Zusammenarbeit tatsächlich stattfinden kann.

4) Desksharing ist kein Konzept – sondern eine Konsequenz

„Desksharing ja/nein“ wird oft als Glaubensfrage geführt. Ein Blick in die Daten: 79 % haben nach wie vor einen fix zugewiesenen Arbeitsplatz, 21 % arbeiten im Desksharing-Modell. Damit arbeitet der Großteil weiterhin in Strukturen der „alten Arbeitswelt“ – häufig mit wenig Raum für projektübergreifende Zusammenarbeit. 

Der produktive Dreh liegt aus unserer Sicht woanders: tätigkeitsorientierte Arbeitswelten. Also Umgebungen, die je nach Aufgabe passende Settings anbieten – zum Beispiel:

  • Fokus & Konzentration 
  • Zusammenarbeit & Co-Creation 
  • Austausch & informelle Begegnung 
  • Erholung & Regeneration 

Desksharing kann dann sinnvoll sein – als Teil eines stimmigen Gesamtsystems, nicht als Sparmaßnahme mit neuem Namen.


GRAFIK 2 ZUR YouGov-Umfrage © M.O.O.CON GmbH

5) Wirkung zeigen: Was nach ein paar Jahren wirklich hängen bleibt

Wir begleiten rund 100 Projekte pro Jahr in der strategischen Immobilien- und Arbeitsweltenentwicklung. Einige Jahre nach Projektabschluss berichten Kund:innen in einer internen Befragung** unter anderem von Steigerungen von: 

  • 70 % beim Aufbrechen von Silo-Denken
  • 56 % beim Anstieg der Anwesenheit im Büro
  • mehrheitlich wahrnehmbaren Produktivitätssteigerungen

Das passt zu einem größeren Bild: Das Büro transformiert sich vom „Arbeitsplatz“ zur Arbeits-, Lern- und Kulturwelt. 

Oder – in einem Satz, der hängen bleibt: „Büro-Liebe ist kein romantisches Konzept, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor.“ 

Kurzfazit: Büro-Liebe entsteht durch Design – nicht durch Appelle

Wenn das Büro Interaktion ermöglicht, Tätigkeiten unterstützt und Zusammenarbeit einfacher macht als jeder Videocall, dann wird es wieder genutzt. Nicht, weil man muss. Sondern, weil es sich auszahlt.

* Studienbasis: Online-Interviews (YouGov-Panel), 1.024 Personen mit überwiegender Büro- und Wissensarbeit in Deutschland, 29.01.–02.02.2026. 
** Interne Kunden-Befragung: 58 Führungskräfte in Deutschland und Österreich. 

Dieser Beitrag könnte Sie ebenfalls interessieren.

Produktivität entsteht dort, wo Räume Motivation, Begegnung und Energie fördern.

© 2026 M.O.O.CON GmbH