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11.2.2020

New Leadership: Freiheit und Verantwortung vereinbaren

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„Wir übernehmen Verantwortung!“ Wohl kaum eine Organisation, die sich diese Aussage aktuell nicht auf die Fahnen schreibt. Wo man auch hinsieht, verfolgt einen dieser Claim. Ob in strahlenden Präsentationen in Strategiemeetings oder auf bunten Werte-Postern an der Wand. Doch was steckt hinter diesem Buzzword und was bedeutet es für Führungskräfte und MitarbeiterInnen?

Lässt sich das vereinbaren?

Verantwortung übernehmen – Freiheit geben

Ohne (mehr) Verantwortung zu übernehmen scheint heute oder spätestens in naher Zukunft gar nichts mehr zu funktionieren. Gleichzeitig verlangen BewerberInnen und MitarbeiterInnen von ihren ArbeitgeberInnen auch immer mehr Freiheit. Von Vertrauensarbeitszeit über Home Office bis hin zu mehr Gestaltungsspielraum, um sich im extremsten Fall seine Aufgaben und Projekte selbst den persönlichen Interessen entsprechend zusammenzustellen.

Auf den ersten Blick scheint die Lösung simpel, um alle glücklich zu machen: Führungskräfte müssen nur die Zügel lockerer lassen als bisher, MitarbeiterInnen mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung an den Tag legen und halt „einfach machen“. In der Realität zeichnet sich freilich oftmals ein anderes Bild, wenn die einen in traditionelle Kontrollmuster zurückfallen und die anderen auch die unangenehmen Seiten der Freiheit im Alltag erleben.

Neue Arbeitswelten als Best Practice

Ein Impuls, der die Entwicklung hin in Richtung Freiheit und Verantwortung vorantreiben kann, ist ein offenes Bürokonzept, das mit Desk Sharing sowie örtlich und zeitlich flexiblem Arbeiten einhergeht. Insbesondere für Führungskräfte in hierarchisch geprägten Organisationen mit einer starken Präsenzkultur löst eine derartige Veränderung nicht selten Unbehagen aus. Wie weiß ich denn, dass meine MitarbeiterInnen arbeiten, wenn ich sie nicht sehe? Oder: Wie können wir uns überhaupt noch abstimmen, wenn alle verstreut sitzen und jeder kommt wann er will? Fragen, die dann häufig gestellt werden und deren Beantwortung essenziell ist, um die Potenziale von neuen Arbeitswelten zu heben.

Führungskräfte und MitarbeiterInnen brauchen Mut

Es verlangt nach Mut, aus lange gelernten und gelebten Mustern auszubrechen. Mut, um Freiräume zu gewähren einerseits und Mut, um Verantwortung zu übernehmen andererseits.

Christoph Schipper, M.O.O.CON Senior Consultant

Entscheidend aus Führungsperspektive ist es hier, einen Vertrauensvorschuss zu geben – auch wenn das nicht immer leichtfällt – und gleichzeitig gemeinsam mit den MitarbeiterInnen auszuloten, wie Freiheit und Verantwortung im Alltag funktionieren können.

Die Technologien stehen heutzutage zur Verfügung, um sich trotz flexibler Arbeitszeiten und -orte, als ein Team zu fühlen, Transparenz zu schaffen und Aufgaben zielgerichtet und effizient zu erfüllen. Es ist vielmehr eine kulturelle Frage, wie vorhandene Tools genutzt werden und wo es trotz der vielen digitalen Möglichkeiten auch weiterhin den direkten, persönlichen Austausch braucht. Zu diesen Themen gilt es den Dialog im Team immer weider zu initiieren, um getroffene Vereinbarungen auf Alltagstauglichkeit zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Dann können Führungskräfte auch tatsächlich die Leichtigkeit erleben, die das Geben von Freiräumen mit sich bringen kann. Und MitarbeiterInnen können sich den Vorzügen von Gestaltungsspielraum und individueller Freiheit öffnen.

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