Viele Organisationen diskutieren aktuell über Flächen, Regeln und Anwesenheit. Die entscheidendere Frage ist jedoch: Welchen Mehrwert soll das Büro liefern, den Homeoffice nicht liefert? In unseren Projekten zeigt sich immer wieder: Wert entsteht dort, wo das Büro Interaktion, Austausch und Zusammenarbeit ermöglicht – also genau dort, wo Kultur und Geschwindigkeit entstehen.
Merksatz: Nicht „Wie bekommen wir alle zurück?“, sondern

Der Druck auf die Rentabilität von Immobilien ist real. Trotzdem führt reine Quadratmeterreduktion selten zum strategischen Ziel. Denn in wissensbasierten Organisationen liegen die größten Kosten (und damit auch die größten Hebel) bei den Personalkosten. Kleine Effekte bei Produktivität und Zusammenarbeit sind deutlich wirkungsvoller als ein reiner Flächenschnitt.
Die Umfrage zeigt klar, was Menschen am Büro schätzen: die soziale Komponente. Das deckt sich mit dem, was wir in unseren Arbeitswelt- und Transformationsprojekten beobachten: Wenn Begegnung, spontane Abstimmung und Teamgefühl möglich werden, steigt die Attraktivität des Büros.
Und: Arbeitsorte beeinflussen Kreativität und Innovationsfähigkeit – wenn sie so gestaltet sind, dass interdisziplinäre Zusammenarbeit tatsächlich stattfinden kann.
„Desksharing ja/nein“ wird oft als Glaubensfrage geführt. Ein Blick in die Daten: 79 % haben nach wie vor einen fix zugewiesenen Arbeitsplatz, 21 % arbeiten im Desksharing-Modell. Damit arbeitet der Großteil weiterhin in Strukturen der „alten Arbeitswelt“ – häufig mit wenig Raum für projektübergreifende Zusammenarbeit.
Der produktive Dreh liegt aus unserer Sicht woanders: tätigkeitsorientierte Arbeitswelten. Also Umgebungen, die je nach Aufgabe passende Settings anbieten – zum Beispiel:
Desksharing kann dann sinnvoll sein – als Teil eines stimmigen Gesamtsystems, nicht als Sparmaßnahme mit neuem Namen.

Wir begleiten rund 100 Projekte pro Jahr in der strategischen Immobilien- und Arbeitsweltenentwicklung. Einige Jahre nach Projektabschluss berichten Kund:innen in einer internen Befragung** unter anderem von Steigerungen von:
Das passt zu einem größeren Bild: Das Büro transformiert sich vom „Arbeitsplatz“ zur Arbeits-, Lern- und Kulturwelt.
Wenn das Büro Interaktion ermöglicht, Tätigkeiten unterstützt und Zusammenarbeit einfacher macht als jeder Videocall, dann wird es wieder genutzt. Nicht, weil man muss. Sondern, weil es sich auszahlt.