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Raiffeisenbank Region St. Pölten* St. Pölten | Österreich
Neues Filialkonzept: Auch Multichannel-Banking braucht Raum

Durch die Digitalisierung werden immer mehr Bankgeschäfte ortsunabhängig erledigt. Für die Raiffeisenbank Region St. Pölten wird der persönliche Kontakt zu den KundInnen damit nicht weniger wichtig. Im Gegenteil: Die Kundenbeziehung soll nicht nur auf einem aktuellen hohen Niveau gehalten werden, sondern eine qualitative Verbesserung erfahren. 

Dieses Credo muss sich zukünftig im Raumkonzept aller Bankfilialen der Region St. Pölten abbilden. Daher entschied sich die Raiffeisenbank im Jahr 2018 zu überdenken, wo es welchen Raum braucht und welche Anforderungen dieser erfüllen muss. Wir unterstützen die Bank auf ihrem Weg zur Neugestaltung von 21 Bankstellen – inkl. der Zentrale in St. Pölten. Die Pilot-Filiale in Traismauer in Niederösterreich wurde im September 2019 eröffnet. 

Zeitraum

2018-2019

Bankstellen

21 (inkl. Zentrale)

Mitarbeiter_innen

180

Besonderheit

Flexibles, modulares Konzept für 21 Bankstellen

Von den Unternehmenszielen zu den Gebäudezielen

Die persönliche Kundenbeziehung ist für die Raiffeisenbank Region St. Pölten auch in Zeiten von "Banking 4.0" die Basis für den Erfolg. Nur wenn "digital" und "regional" zusammen gut funktioniert, ist man in der Lage die BankkundInnen auch in Zukunft optimal zu servicieren.

Die persönliche Kundenbeziehung ist und bleibt die Basis für unser erfolgreiches Miteinander. Die Filiale ist dabei der Fußabdruck der Marke. Sie muss ein Wohlfühlort für KundInnen und MitarbeiterInnen sein. 

Dir. Thomas Schauer, Raiffeisenbank Region St. Pölten

 

Die Ziele für die neuen Bankstellen

Werte 
Die Bankstelle vermittelt nicht nur Modernität in Zeiten der Digitalisierung, sondern auch Zukunftsorientiertheit, Sicherheit und Vertrauen. 

Organisation
Die hohe Qualität der Kundenbeziehung steht an oberster Stelle. Daher hat jede bzw. jeder MitarbeiterIn zu jeder Zeit die Chance auf KundInnen zuzugehen und eine Beziehung herzustellen – umgekehrt gilt das genauso. Zudem baut die Organisation auf hoher Teamorientierung und Verantwortung auf.

Raum
Der Raum ermöglicht die Kontaktaufnahme zu den KundInnen und umgekehrt und unterstützt die vielfältigen Beratungssituationen mit entsprechenden Modulen. Die Bankstelle ist ein Treffpunkt, an dem Regionalität neben Digitalisierung stark spürbar ist.

Regionalität
Um die Verbundenheit mit der Region zu unterstreichen, steht die Bankstelle auch für KundInnen und KünstlerInnen, die ihre Produkte und Werke präsentieren möchten, zur Verfügung. Zudem ist regionale Wertschöpfung beim Umbau ein zentrales Element.

Den Leuchtturmblick ermöglichen

Mit einem motivierten Team an BankstellenmitarbeiterInnen gingen wir ans Werk. Wir übersetzten die Ziele für zukunftsfähiges Banking in Anforderungen an den Raum. Und zwar so, dass die zum Wettbewerb geladenen ArchitektInnen in der Lage waren ein modulares, skalierbares Konzept für 21 Bankfilialen mit unterschiedlichen Größen und Funktionen zu entwerfen. 

Stefan Aigner, M.O.O.CON Projektleiter

In einer Nutzergruppe mit rund 10 MitarbeiterInnen aus verschiedenen Filialen entwickelten wir den sogenannten Leuchtturmblick. Er gewährleistet, dass KundInnen und KollegInnen immer im Sichtbereich liegen.

Konkret wird der Leuchtturmblick in den Filialen folgendes ermöglichen:

  • Die KundInnen rücken in den Fokus.

  • Ich sehe meine KundInnen und gehe aktiv auf sie zu.

  • Die Sichtbeziehung zwischen den KollegInnen ist gewährleistet.

  • Ich erkenne eigenverantwortlich wo Unterstützung gebraucht wird.

  • Ich habe Überblick über die Bewegungen in der Filiale.

So sieht die Arbeit der ArchitektInnen von feld72 + Hoffelner Schmid aus:

Filiale Traismauer

Pilot-Bankstelle im September 2019 eröffnet

Im Vorfeld des Architekturwettbewerbs definierten wir gemeinsam mit der Nutzergruppe drei unterschiedliche Bankstellen-Typen: Servicebankstelle, Präsenzbanking und zentrale Bankstelle inkl. Kundenzentrum. Die Zentrale in St. Pölten ist das Herzstück im Multikanal-Banking. Zu jedem Bankstellentyp wurde von uns ein Funktionsschema und ein Flächenprogramm erarbeitet, worauf die ArchitektInnen ihre Planung aufsetzen konnten.

Traismauer fällt in die Kategorie Präsenzbanking. Diese Bankstellen bilden eine zentrale Anlaufstelle für KundInnen, die Beratungsgespräche wahrnehmen möchten. Klassische Bankgeschäfte können in diesem Filialtypus ebenso abgewickelt werden. 

Activity Based Working in der Bankfiliale

In einer nur zweimonatigen Umbauphase wurde der 180 m² große Standort mit SB-Zone sowie Beratungs- und Arbeitsbereichen im Erdgeschoß nach den Anforderungen der Bank und ihrer MitarbeiterInnen umgestaltet. Eine Service-Insel bietet Möglichkeiten zur raschen Abwicklung der klassischen Bankgeschäfte inklusive einer diskreten Möglichkeit für Ein- und Auszahlungen. Der Beratungsraum, ein offener Beratungsbereich und auch die Cafébar steht KundInnen und BeraterInnen als Treffpunkt und Kommunikationszone zur Verfügung. Für jedes Beratungsgespräch gibt es die individuell passende Beratungsumgebung. Raumbedarf, Möblierung und Gestaltung unterscheiden sich. Neu ist auch das „Regional-Platzerl“, das die Möglichkeit zur Produktpräsentation von KundInnen oder Platz zur Ausstellung von Kunstwerken bietet und damit die Verankerung der Bank in der Region zeigt.

Besonders bei der Ausgestaltung wurde, neben Funktionalität, auf natürliche und nachhaltige Baustoffe Wert gelegt. Das geht von Naturholzelementen bis hin zur klimatisierenden Pflanzen-Wand. Wir haben möglichst regional gebaut, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt.

Michael Köhl, Projektleiter Raiffeisenbank Region St. Pölten

 

Einige Monate nach der Eröffnung haben wir die MitarbeiterInnen in Traismauer mit der Kamera besucht und sie gefragt welchen Beitrag die neue Arbeitswelt für ihr Tun leistet:

Projektteam

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Bernhard Herzog

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