9.7.2018

Nachhaltigkeit 3.0 – Das M.O.O.CON System

Tags: M.O.O.CON SystemNachhaltigkeit 3.0

Share Blogartikel teilen

  • Mail
  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn
  • Xing
  • Pinterest

Das Konzept der Nachhaltigkeit ist gut bekannt. Das 3-Säulen-Modell sieht eine ausgewogene Betrachtung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten vor und ermöglicht eine messbare Umsetzung für Unternehmen. Für Gebäude gibt es inzwischen etablierte internationale Zertifizierungssysteme wie LEED (USA) oder BREEAM (UK) sowie im deutschsprachigen Raum ÖGNI und DGNB. Für die Qualitätsprüfung von Gebäuden ist das auch der richtige Weg.

Die Frage ist nur: Was ist eigentlich Qualität? Erst durch die Betrachtung der kulturellen, sozialen, organisatorischen und wirtschaftlichen Ziele von Unternehmen kann Qualität erreicht werden. 

Qualität ist die Erfüllung der gestellten Anforderungen

Nachhaltig sollte ein Gebäude vor allem für diejenigen sein, die es nutzen. Es braucht also mehr als ein Gütesiegel, um wirklich nachhaltige Infrastrukturlösungen zu schaffen. Es braucht weitere Betrachtungsweisen, die, neben der nachhaltigen Qualität des Gebäudes, eine an den Prozessen eines Unternehmens ausgerichtete Flächen- und Ausstattungsqualität ermöglicht. M.O.O.CON hat schon vor mehr als 15 Jahren ein System entwickelt, das individuelle, unternehmensspezifische Anforderungen mit Qualitäten von Immobilien gegenüberstellt.

M.O.O.CON System führt Nachhaltigkeit auf eine neue Ebene

Erst wenn das Objekt auch die NutzerInnenbedürfnisse erfüllt, kann es als nachhaltig gesehen werden. Die gängigen Bewertungssysteme für Immobilien beurteilen – um Vergleichbarkeit zu schaffen – nur die Gebäude an sich, aber nicht die Erfüllung der unterschiedlichen Anforderungen der NutzerInnen. Dadurch fehlt die Bewertung für eine ganze Reihe von Aspekten in Corporate Buildings:

  • Corporate Architecture – die Gebäudegestaltung sollte zur Unternehmensidentität passen.

  • Die Gebäudeservices sollten sich am Kerngeschäft orientieren.

  • Die Funktionalität des Gebäudes stellt Raumgrößen, Anordnungen und Gebäudelogistik den Anforderungen des Kerngeschäfts gegenüber. Denn: Die Raumgröße hängt von der Aufgabenstellung ab, die darin bewältigt werden soll.

Radikal gedacht ist jeder nicht gebaute und daher nicht betriebene Quadratmeter der nachhaltigste!

Das Fundament eines jeden Unternehmens sind seine Identität und seine strategischen Ziele. Nicht nur wirtschaftliche Ziele, sondern auch kulturelle, soziale und organisatorische Ziele gehören dazu.

Dem gegenüber stehen miteinander korrespondierende Kriterien – M.O.O.CON hat diese Kriterien definiert. Sie müssen ausbalanciert werden, um nachhaltige Gebäude, Prozesse und Arbeitswelten zu erreichen. Diese 9 Gebäude-Kriterien heißen: Funktion, Konstruktion, Form, Standort, Prozess, Service, Ökologie, Soziokultur, Ökonomie.

Nachhaltige Gebäude stiften Identität

Die Betrachtung des wirtschaftlichen Erfolgs ist die eine Seite. Die Bedeutung kultureller, sozialer und organisatorischer Ziele wird dadurch jedoch keinesfalls geringer. Jede strategische Überlegung und jede Investition hat nur ein Ziel: Wertschöpfung erreichen! Die Anforderungen an die Infrastruktur- und Servicequalität müssen direkt aus der Unternehmensstrategie abgeleitet werden.

Nicht trennen was zusammengehört

Die Räume, in denen wir arbeiten, sind fester Teil jeder Unternehmensidentität und außerdem machen sie einen erheblichen Teil der Unternehmenskosten aus. Gebäude können also erst nachhaltig sein, wenn sie auch die strategischen Unternehmensziele unterstützen.

Unternehmensziele – die 4 Dimensionen

Kulturelle Dimension – Kultur braucht Raum zur Entfaltung

Unternehmen, die ihre Kultur gezielt entwickeln und fördern, sind leistungsfähiger und erfolgreicher. Kultur kann man sehen. Kultur prägt die Markenpersönlichkeit und das Image einer Organisation. Nach innen wirken Aspekte wie Werte, Leitbild und Spirit auf die Kultur. Jedes Gebäude, jeder Raum ist essenzielle Grundlage einer Unternehmenskultur, denn dort findet sie statt. Dort wird sie tagtäglich gelebt und dort werden Marke und Identität des Unternehmens erlebt. 

Die Arbeiterkammer Oberösterreich (siehe Bild oberhalb) versteht sich als moderner Servicebetrieb, der die Interessen von 575.000 Mitgliedern vertritt. Bis zu 800 Menschen täglich nehmen ihre Angebote in Anspruch. Das vor gut 80 Jahren errichtete, nun revitalisierte Gebäude in der Linzer Innenstadt verbindet Tradition und Moderne und unterstützt die Kultur der Begegnung optimal. © Irene Moser

Soziale Dimension – MitarbeiterInnenengagement braucht dynamische Lebensräume

Gute MitarbeiterInnen sind eine knapp gewordene Ressource. Es gilt sie zu finden, zu binden und ihre Leistungsbereitschaft zu stärken. Dort wo Kooperation, Engagement und Kommunikation gefördert werden ist das eher möglich. Gebäude spielen als Arbeits- und Lebensraum eine wichtige Rolle und bieten enormes, oft ungenutztes Potenzial. Die Berücksichtigung sozialer Aspekte steigert unternehmerische Leistungsfähigkeit und die Wertschöpfung der Immobilien deutlich.

Das neue Headquarter der Voest Alpine Stahl in Linz (siehe Bild oberhalb) fördert soziale Kontakte und das Engagement der MitarbeiterInnen. Es ist dynamischer Lebensraum, der Grenzen auflöst und Begegnungen genauso wie Rückzug ermöglicht. Die nachhaltige Innovationskultur des Unternehmens findet tatsächlich in diesen Räumen statt. © ??

Organisatorische Dimension – Produktivität braucht wandlungsfähige Immobilien

Statt starrer, normativer Abläufe sind flexible Organisationsstrukturen die Voraussetzung für lernende und sich selbst steuernde Organisationen. Nur ein Umfeld, das Kommunikation und Vernetzung unterstützt, ermöglicht ein effektives Wissens- und Innovationsmanagement, permanente Wandlungsfähigkeit und höhere Produktivität. Gebäude müssen heute genauso wandlungsfähig sein wie Unternehmen selbst. Die Zukunft fordert von uns höchste Flexibilität.

Ein Gebäude muss flexibel auf eine lebendige Organisation reagieren können. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (siehe Bild oberhalb) errichtete 2004 ein Headquarter, das die optimale Grundlage für ihr dynamisches Wachstum ist. Ein reversibles Bürogebäude, das den Geschäftsprozessen flexibel entgegenkommt. © Helge Bauer

Wirtschaftliche Dimension – Erfolg braucht nachhaltiges Immobilienmanagement

Reale Werte werden von realen Unternehmen mit realen Leistungen geschaffen. Sie sind die Grundlage für nachhaltigen, wirtschaftlichen Erfolg und die Steigerung des Unternehmenswertes. Wertsicherung und Wertstabilität entstehen einerseits durch den bedarfsgerechten Flächennutzungs- und Serviceeinsatz und andererseits durch die Optimierung der Lebenszykluskosten und einem nachhaltigen Immobilienmanagement.

Das derzeit modernste Verwaltungszentrum Österreichs steht in Klagenfurt. Das Gebäude der neuen Kärntner Landesverwaltung (siehe Bild oberhalb) ist nicht nur konsequent nachhaltig, es verbessert auch die Arbeitsbedingungen der MitarbeiterInnen bei gleichzeitiger Reduktion der Fläche. Langfristig betrachtet bedeutet die neue Infrastruktur Einsparungen in Millionenhöhe. © Helge Bauer

Die Unternehmensstrategie als Basis für wirksame Objekt- und Servicestrategie

Die Umsetzung von unternehmensspezifischen Anforderungen in Verbindung mit den bekannten Aspekten eines umfassenden Zertifizierungssystems ergeben echte Nachhaltigkeit. Das M.O.O.CON System berücksichtigt den konkreten Bedarf der GebäudenutzerInnen. So entstehen zukunftsfähige und am Kerngeschäft orientierte Immobilien, die von Anfang an höchst wirtschaftlich auf den gesamten Lebenszyklus abgestimmt sind.

Karl Friedl, Geschäftsführer von M.O.O.CON

Wir übersetzen Ihre Unternehmensstrategie in eine nachhaltige Infrastruktur- und Servicestrategie. Denn: Infrastruktur ist ein wichtiges Managementinstrument, mit dem Sie die Weichen für die Zukunft stellen können.

Kunden & Projekte

Das M.O.O.CON System in der Praxis.

Unser Wissen

Wir denken weiter. Damit beschäftigen wir uns derzeit.

© 2018 M.O.O.CON GmbH