Axel Springer* Berlin | Deutschland
Die Unternehmensvision als Gebäude

Axel Springer befindet sich im radikalen Transformationsprozess in die digitale Zukunft. Die Architektur des Axel-Springer-Neubaus aus der Feder des niederländischen Architekturbüros OMA (Rem Koolhaas) soll den Prozess nachhaltig unterstützen und Raum für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle bieten. Der Neubau wird zukünftig rund 3.500 MitarbeiterInnen aus dem Hause Axel Springer die Möglichkeit bieten sich wie auf einem Campus zu vernetzen und flexibel zusammenzuarbeiten. Er wird ein wichtiger Teil des kulturellen Transformationsprozesses des Medienkonzerns: Ein wirksames Managementinstrument. Wir haben den Gebäudeentwicklungsprozess intensiv begleitet. Von der Strategie bis zur genehmigungsreifen Planung.

Auftraggeber

Axel Springer SE

Beratung & Projektmanagement

M.O.O.CON

Projektstart

2014

Geplante Fertigstellung des Baus

Dezember 2019

Größe

52.000 m² Fläche

Geplante Arbeitsplätze

3.500

Beton im Fundament

1.800 LKW-Ladungen

Stockwerke

13

strategien entwickeln

Die Welt von Axel Springer im digitalen Umbruch 

Dass die Zukunft digital sein wird, hat der Medienkonzern Axel Springer SE schon sehr früh erkannt. In der Tradition des Unternehmensgründers Axel Springer geht das Verlagshaus neue Wege und strebt an das führende digitale Medienhaus zu werden.

Die digitale Neuausrichtung macht der Medienkonzern MitarbeiterInnen, PartnerInnen und der Öffentlichkeit transparent. Unterschiedliche Teile des Unternehmens werden gebündelt und neue, an den Bedürfnissen der GebäudenutzerInnen,  ausgerichtete Arbeitswelten werden geschaffen. Und diese Veränderungen im Unternehmen gehen an die Wurzeln – sie sind radikal. Die Konsequenz? Radikale Veränderungen im Geschäftsmodell führen nach Ansicht der Konzernspitze auch zu einer drastischen Veränderung der Anforderungen an die Corporate Architecture, also all jenen Gebäuden, in denen die Menschen arbeiten, welche die digitale Zukunft des Medienkonzerns vorantreiben. Auf der Basis dieser Erkenntnisse begann die Initiierung des Axel Springer Neubaus.

Mit unserem Neubau wollen wir die Axel-Springer-Familie in Berlin räumlich zusammenbringen und zugleich die Zukunft des Arbeitens in der digitalen Welt durch Architektur gestalten. Es geht um ein symbolkräftiges Zuhause, aber vor allem um kulturelle Transformation durch radikal moderne Arbeitsräume.

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer SE

 

 

So nicht. Nur "cool" darf sie nicht sein, die neue Arbeitswelt von Axel Springer. Das Unternehmen parodiert in diesem Video das Sein und den Slang der digitalen Start-Up Szene. © Axel Springer SE

Video ansehen

Der Werte- und Normenrahmen von Axel Springer. Er baut auf den Werten Kreativität, Unternehmertum und Integrität auf. Eine wesentliche Grundlage für die zukünftige Gebäudeplanung. © Axel Springer SE

New Work

Wie sieht die neue Arbeitswelt eines Medienkonzerns aus?

Auf dem Weg zu einer neuen Arbeitswelt wurden verschiedene Fragen diskutiert: Wie kann Arbeit nachhaltig, wertschätzend und sinnstiftend sein? Wie kann die Kultur eines Unternehmens dazu beitragen? Wie kann der Raum als Werkzeug dienen und eine Umgebung bieten, die mehr Kreativität, Innovation und Produktivität zulässt? Und welche Rolle spielt Technologie dabei?

Axel Springer orientiert sich am Dreiklang Mensch, Raum und Technologie und beschäftigt sich intensiv mit den kulturellen, sozialen und organisatorischen Dimensionen ihres eigenen Tuns. Die vierte Dimension – die ökonomische – bildet dabei die Basis.

Andreas Leuchtenmüller, M.O.O.CON Geschäftsführer

Die Infrastruktur von Unternehmen ist ein wichtiges Managementinstrument. In der Strategiephase definierten wir die Parameter für ein nachhaltiges, identitätsstiftendes Gebäude.

Den Grundsatzfragen gingen wir gemeinsam mit dem Axel Springer Team in einer Strategiephase im Rahmen einer Organisationsplanung auf den Grund. Die Antworten beeinflussten Vorbereitung und Planung des Neubaus maßgeblich. Die fortwährende intensive Auseinandersetzung des Medienkonzerns mit der Arbeitswelt der Zukunft dokumentiert das Unternehmen in einem  Podcast.

Projekte gestalten

Auf der Suche nach der ultimativen Architektur

Die Architektur des neuen Axel Springer Neubaus soll die Unternehmensvision und -identität verkörpern. Sie soll Grenzen überbrücken, Zeichen setzen und ein Wahrzeichen der Stadt Berlin werden. Aber wie würde eine solche Architektur aussehen? Genau diese Frage stellten wir in einem ArchitektInnenwettbewerb, dem besten Mittel, um Lösungsvorschläge für dieses wegweisende, innovative und visionäre Gebäude zu erhalten und eine bzw. einen geeigneten PlanerIn für dieses außergewöhnliche Bauprojekt zu ermitteln.

Ole Kretschmer, M.O.O.CON Projektleiter

Die kreativsten Köpfe der Welt waren gefragt! Axel Springer rief zu einem weltweiten Architekturwettbewerb auf, um den "ultimativen Entwurf" zu erhalten.

Der Wettbewerb wurde in zwei Phasen geteilt:

  1. Ideenphase

  2. Realisierungsphase

Die Ideenphase sollte den ArchitektInnen den nötigen Freiraum geben. Die  Aufgabenstellung war offen und auf das absolut wesentliche reduziert.

In der Realisierungsphase wurde die Aufgabe für die ausgewählten WettbewerbsteilnehmerInnen detailliert. Dabei war es wichtig, dass die ursprüngliche Idee nicht verloren ging, zugleich aber die funktionalen Bedürfnisse von Axel Springer optimal erfüllt wurden. Unsere Aufgabe war es die Anforderungen an die Architektur mit besonderem Feingefühl zu formulieren. Es sollte maximaler Raum für Visionen und kreative Ideen gegeben werden. Gleichzeitig sollte ein bestmögliches, reales und baubares Entwurfsergebnis erzielt werden. 

Persönlicher Dialog als Erfolgsfaktor

Die Wettbewerbsarbeiten der ArchitektInnen können nur dann herausragend sein, wenn es auch die Aufgabenbeschreibung und ihre Vermittlung sind. Genauso wichtig wie die Wettbewerbsunterlagen war die Form der Übergabe. Als Teil der Auslobung entwickelten wir die Idee einer Videobotschaft, in der Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Döpfner den WettbewerbsteilnehmerInnen seine Vision direkt darlegte.

Bei der Kick-Off Veranstaltung in Berlin wurde den Architekt_Innen die Aufgabe persönlich vermittelt. Die Teilnehmer_Innen bezeichneten diese Vorgangsweise als "sehr ungewöhnlich" und schlichtweg "klasse". © Axel Springer

 

Es ist ungewöhnlich, dass sich die Führungsebene bei einem Architekturwettbewerb so stark engagiert. Aber genau dies war entscheidend um die Anforderung des Bauherren authentisch und verlustfrei zu vermitteln.  Dies lässt Identität und Werte erleben, die zur passgenauen Entwicklung von Lösungen so wichtig sind. Mit einem rein schftlichen und anonymen Briefing hätte das so niemals vermittelt werden können.

Fünf Büros ausgewählt

Der Architekturwettbewerb aktivierte die hervorragendsten Talente der Welt. In acht Monaten wurden beide Wettbewerbsphasen vollzogen und die PreisträgerInnen standen fest. Dabei wurden nach der Ideenphase 5 der 18 Büros für die Realisierungsphase ausgewählt. Wir erstellten die Auslobungsunterlagen und organisierten den Wettbewerb, führten die Vorprüfungen der eingereichten Arbeiten durch und begleiteten die Preisgerichtssitzungen.

Die Entscheidung

Drei Sieger stehen fest – doch es kann nur einen geben

Nach dem offiziellen Ende des Wettbewerbs musste einer der Gewinner als Realisierungspartner ausgewählt werden. Wir standen auch bei diesem Thema beratend zur Seite.

Bei der Auswahl wurden folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Teamfähigkeit und Flexibilität der Architekturbüros

  • Entwicklungspotenziale der Entwürfe hinsichtlich Qualitäten, Nutzungskonzept und Genehmigungsfähigkeit

  • Risiken hinsichtlich der Kosten und der technischen Realisierbarkeit

Das Siegerprojekt von Rem Koolhaas: Der radikalste Entwurf

Zentraler Bestandteil des Architekturentwurfs von Rem Koolhaas ist das über 30 Meter hohe Atrium, das sich zum bestehenden Axel-Springer-Haus hin öffnet. Die variabel miteinander zu verbindenden Terrassenflächen erschaffen eine informelle und kommunikative Arbeitswelt mit vielfältigen Blickbezügen. Ein Erdgeschoss mit großen Coworking Zonen und Gastronomiebereichen fördert zudem den Austausch von Axel Springer mit der Öffentlichkeit. Raum für Unternehmen und Start-Ups, die sich an den Konzern andocken wollen wird geschaffen. Der Entwurf bietet Möglichkeiten zur intensiven physischen Vernetzung von Menschen. Und genau das ist essenzieller Bestandteil für einen erfolgreichen kulturellen Transformationsprozess und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie des Konzerns.

Auf dem Weg zum perfekten neuen Gebäude

Damit der Siegerentwurf des Realisierungswettbewerbs maßgeschneidert gebaut und ein Maximum an Funktionalität und Wirtschaftlichkeit erreicht werden kann, braucht es höchste Sorgfalt im Projektmanagement, der Bedarfsplanung und dem funktionalen Qualitätsmonitoring.

Wir begleiteten Axel Springer in dieser für den Erfolg eines Bauprojektes so wichtigen Planungsphase intensiv weiter bis der Bau einen genehmigungsreifen Planungsstand bekam. Bei einem derart visionären Entwurfskonzept war dies ein langer Weg. Wir entwickelten die Entwurfsidee des Wettbewerbes in ein fertiges Planungsprodukt weiter. Dabei ist nicht nur der Blick auf die Realisierungsphase des Neubaus wichtig.

Katharina Schwalbe, M.O.O.CON Projektmanagerin

Der ständige fachkundige Blick auf den zukünftigen Gebäudebetrieb und die profunde Abschätzung der zu erwartenden Lebenszykluskosten sind essenziell, um eine nachhaltige Entwurfslösung zu erzielen.

Die Ideen des Axel Springer Konzerns reiften mit jedem Planungstag und somit die Anforderungen an das Objekt. Diese mussten stetig fortgeschrieben werden. Wie schon in der Phase des Architekturbriefings übersetzten wir auch hier die Anforderungen unseres Auftraggebers in eine Sprache, die es den PlanerInnen ermöglichte, sie effizient und zielgerichtet in den Entwurf einzuarbeiten.

Das Qualitätsmonitoring als Garant für ein nachhaltiges Gebäude

In einem zyklischen Prozess näherten sich NutzerInnenanforderungen und planerische Lösungen einander stetig an – bis zum perfekten Ganzen.

M.O.O.CON garantierte einen Qualitätsmonitoring-Prozess, der das Ziel verfolgt, die definierten Objekt- und Serviceziele des Neubaus bestmöglich zu erreichen: in kultureller, sozialer, organisatorischer und wirtschaftlicher Hinsicht.

Dies war ein Wechselspiel. Aus den fortschreitenden Planungen entstehen immer wieder spannende Anregungen für die zukünftige Nutzung. Auf der anderen Seite schärft der Auftraggeber stetig seine Bedürfnisse nach. Durch diesen intensiven Qualitätsmonitoring-Prozess entstand jene nachhaltige und identitätsstiftende Infrastruktur, die angestrebt wurde.

Der Gebäudebetrieb muss gut geplant sein

Was muss das Gebäude leisten, wenn es einmal steht? Welche Anforderungen der GebäudenutzerInnen gibt es an die Facility Services?

Um diese Fragen kümmerten wir uns bereits mit dem Beginn des Planungsprozesses. Durch die Detaillierung der mit der zukünftigen Nutzung des Objektes verbundenen

  • Mengen,

  • Zeiten,

  • Wegeketten und

  • Risiken

konnten wir konkrete Planungsanforderungen an das Bauprojekt ableiten. Diese Bau- und Ausstattungsanforderungen integrierten wir in das Qualitätsmonitoring des Planungsprojektes. Denn: Entscheidend für einen wirtschaftlichen und erfolgreichen Betrieb des neuen Objektes ist die Berücksichtigung aller Prozesse bereits in der Planungsphase.

Planungsfehler müssen ansonsten später mit viel Ressourcenaufwand kompensiert werden und verringern die Qualität der Leistungen.

Der Neubau ist voll im Gange

Axel Springer lancierte eigens eine Website, auf der man den Baufortschritt jederzeit verfolgen kann.

Mit Klick auf das Bild erhalten Sie eine Baustellenfühurung von Andreas Ludwigs. Geschäftsführer Axel Springer Services & Immobilien. © Axel Springer

Am 6. Oktober 2016 war der offizielle Baustart des Axel-Springer-Neubaus in Berlin – genau 50 Jahre nach Eröffnung des bstehenden Verlagshochhauses. Wir begleiten die abschließende Phase dieses außerordentlichen Projekts noch bis zur geplanten Eröffnung und darüber hinaus. Am 4. September 2018 wurde das Richtfest gefeiert.

Prozesse optimieren

Budgetsicherheit gewährleistet

Entscheidend für einen wirtschaftlichen und erfolgreichen Betrieb eines Objektes ist die Berücksichtigung aller Prozesse bereits in der Planungsphase. Das heißt: Nicht nur die Entwicklung einer Immobilie muss frühzeitig beschrieben werden, sondern auch die dazugehörigen Services. Planungsfehler müssen ansonsten später mit viel Aufwand kompensiert werden und verringern zudem die Qualität der Leistungen.

Ein Großteil der Kosten eines Gebäudes entstehen während dem Betrieb.

Im Rahmen des Neubauprojektes wurden in Ergänzung zu den Grundlagen des Nutzerbedarfsprogrammes die zukünftigen Betriebsprozesse und -abläufe konzipiert sowie die Anforderungen an die im Neubau bereit zu stellenden Facility Services erhoben. Anschließend wurden die mit den Prozessen und der zukünftigen Nutzung des Objektes verbundenen Mengen, Zeiten, Wegeketten und Risiken detailliert.

Bei der Konzeption der zukünftigen Betriebsprozesse werden sowohl die Anforderungen der NutzerInnen als auch der BetreiberInnen ausgearbeitet und in Form konkreter Planungsanforderungen (Bau- und Ausstattungsbeschreibung) für das jeweilige Projekt übersetzt. Diese Planungsanforderungen sind ein wichtiger Teil des Qualitätsmanagements bei Immobilienprojekten aller Art.

Florian Danner

Projektleiter für den Bereich Corporate Real Estate Management

Insbesondere ein so komplexer und prestigeträchtiger Neubau erfordert eine besonders detaillierte Planung aller Betriebsprozesse. Nur so kann die zukünftige Bereitstellung einer funktionsfähigen Fläche und nutzerspezifischer Services wirtschaftlich erfolgen.

 

Die Anforderungen sind das Maß der Dinge. Nicht die Lösungen.

Was übernehmen Betreiber? Was NutzerIn oder MieterIn? Welche Servicelevels für die Haustechnik, das technische Facility Management und die internen Services werden vereinbart? Welche zusätzlichen Services werden bereitgestellt? Wie werden Veranstaltungen und Events abgewickelt? All das muss schon geklärt sein und in der Gebäudeplanung berücksichtigt werden.

Entscheidend für einen wirtschaftlichen und erfolgreichen Betrieb eines Objektes ist die Berücksichtigung aller Prozesse bereits in der Planungsphase. Planungsfehler müssen ansonsten später mit viel Ressourcenaufwand kompensiert werden und verringern zudem die Qualität der Leistungen.

PROJEKTTEAM

Haben Sie noch Fragen, dann kontaktieren Sie uns am besten gleich!

Andreas Leuchtenmüller

Ole Kretschmer

Florian Danner

Katharina Schwalbe

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