24.10.2018

Nutzertypologie: MitarbeiterInnen prägen Unternehmen und ihre Arbeitswelten

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Dieser Blogbeitrag ist Teil des Themendossiers

Aufbruch zu neuen Arbeitswelten - Teil 2

Das Themendossier Aufbruch zu neuen Arbeitswelten nähert sich diesem, für Unternehmen revolutionären Wandel Schritt für Schritt. Unsere Blogartikel-Serie führt Sie durch alle Themen der Organisationsplanung, die einer weit später folgenden Bedarfsplanung vorangestellt werden muss. Das letzte Thema lautet: Nutzertypologie.

Die NutzerInnen einer neu entstehenden Arbeitswelt – die Mitarbeitenden – sind mehr als bloße LeistungsträgerInnen. Sie sind WertschöpfungsträgerInnen. Sie prägen mit ihren Tätigkeiten die Kultur einer Organisation. Die Formulierung von Heiko Fischer (Resourceful Humans GmbH) trifft es auf den Punkt: "Aus Human Resources werden Resourceful Humans."

Genau hinsehen

Die Bedüfnisse der NutzerInnen erkennen

Das Verstehen eines Unternehmens bedeutet auch das Verstehen ihrer "BewohnerInnen". Die Achtsamkeit gegenüber Einstellungen, Gefühlen oder Ambitionen der Menschen, die die Arbeitswelt bevölkern (sollen), ist ein bedeutender Erfolgsfaktor. Es ist wichtig, eine konkrete Vorstellung davon zu haben, wer diese Menschen und Gruppen sind, was ihnen wichtig ist. Der Blick auf den Ist-Stand der NutzerInnen sowie die Frage nach den zukünftigen Nutzertypen, sowohl aus der Perspektive Personals auch aus der Perspektive Organisation, führt zum Erkennen ihrer Fähigkeiten, Bedürfnisse und Erwartungen in Bezug auf die Infrastruktur.

Perspektive: Person

Im ersten Schritt lernen wir bestimmte Prägungen von "Menschentypen" kennen, die auch auf die Organisation übertragbar sind. Die folgende Zuordnung zu vier Elementen laut Hippokrates ist hilfreich:

Begriffe nach Hippokrates, C.G. Jung, F. Riemann, Key4You. © M.O.O.CON

 

Perspektive: Organisation

Aus dieser Perspektive steigt die Komplexität der Anforderungen wieder. Beispielsweise ist die Fokussierung auf eine einzige Generation (Generation Y oder Z) zu eindimensional. Denn es werden mehrere Generationen sein, die ein Unternehmen in die neue Arbeitswelt begleiten. Außerdem: In welchem Entwicklungsstadium ist die Organisation heute und wo wird sie zum Zeitpunkt der Besiedelung der neuen Arbeitwelt sein? Welchen Entwicklungsphasen muss darüber hinaus Raum gegeben werden?

Die strategische Positionierung hinsichtlich der Nutzertypologien ist ein kritischer Erfolgsfaktor. 

Die Perspektiven und Kriterien für eine professionelle Beschreibung der Anforderungen haben wir daher mit PartnerInnen in einem Forschungsprojekt untersucht. Mit den Verantwortlichen für Personal- und Organisationsentwicklung bei unseren Kunden erarbeiten wir die Grundlagen für das Change Management und die Bedarfsplanung.

Das Modell zur Beschreibung der Anforderungen von Nutzertypen. © Bernhard Herzog (M.O.O.CON), Hannes Piber (Trigon), Annemarie Schallhart (Schallhart Consulting) auf Basis von Stefan Enzler, Monika Luger (imu Augsburg).

Organisationsplanung abgeschlossen

Tätigkeits- oder aufgabenorientierte Arbeitswelt? Jetzt Weichen stellen!

Erschließt sich der Raum über Aufgabengruppen oder Tätigkeiten? Diese Weichenstellung führt zu grundsätzlich unterschiedlichen Arbeitswelten. Doch beide Wege können für Unternehmen zum angestrebten, identitätsstiftenden Ziel des Erneuerungsprozesses führen. 

Die Kriterien für diese richtungsweisende Entscheidung leiten sich unternehmensindividuell aus den Ergebnissen der Organisationsplanung ab:

Aufgabenorientierte Arbeitskonzepte

Hier begeben wir uns in bekanntes Terrain. Personen- und funktionsorientiert werden Fläche und Raum bedarfsgerecht zugeordnet. Dass damit auch neue, hippe, coole, flexible, radikale Architektur entstehen kann, ist in der Realität bewiesen: Beispiel Google. Wichtig ist, dass die beabsichtigte Wirkung erzielt wird.

Tätigkeitsorientierte Arbeitskonzepte

Das wirtschaftliche Potenzial tätigkeitsorientierter Konzepte ist beeindruckend. Hinderungsgründe für diesen Weg liegen primär bei Kompetenzen und Kultur der NutzerInnen, im Besonderen der Führung. Unternehmen mit einer ausgeprägten Konzentration auf Abläufe gehen eher den Weg des Activity Based Workings. 

Hier betreten wir weniger bekanntes Gelände. Die Fläche und der Raum werden nicht Personen oder Aufgabengruppen, sondern bedarfsgerecht einer wertschöpfenden Tätigkeit zugeordnet. Ziel ist es eine 1:1-Beziehung zwischen Tätigkeit und Raum herzustellen. Die Gestaltung der physisch-materiellen Arbeitswelt mit ihren unterschiedlichen Arbeitsmöglichkeiten ist Aufgabe von ArchitektInnen. Ein professionelles Briefing ist Voraussetzung.

Die Wirkung eines Raumes geht über die reine Funktionserfüllung hinaus. Sie überwindet sogar die in uns innewohnende Trägheit und Veränderungsresistenz. Sie verführt, mit alten Mustern zu brechen, beeinflusst und prägt die Aufgabenerledigung.

In diesem Themendossier untersuchen wir die Evolution von Arbeitswelten und teilen unser Wissen mit Ihnen. Denn:

Arbeitwelten sind ein wirksames Managementinstrument.

Weitere Beiträge aus dem Themendossier
Aufbruch zu neuen Arbeitswelten - Teil 2:

Für diese Kunden haben wir unser Wissen im Bereich Strategien entwickeln bereits eingesetzt.

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