6.11.2018

Unternehmensvision & -mission sowie Werte & Normen als Leitstern für neue Arbeitswelten

Share Blogartikel teilen

  • Mail
  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn
  • Xing
  • Pinterest

Dieser Blogbeitrag ist Teil des Themendossiers

Aufbruch zu neuen Arbeitswelten - Teil 2

Themen Nummer 1 und 2 von Organisationsplanung: Vision & Mission sowie Werte & Normen. Warum ein Aufbruch zu neuen Arbeitswelten weit mehr als ein reines Planungs- und Bauprojekt ist, haben wir im Blogartikel Die Entwicklung neuer Arbeitswelten braucht eine Methodik erläutert. 

Große Vorhaben brauchen eine Vision. Das Erschaffen von Arbeitswelten ist zweifellos ein großes Vorhaben. Um den Grundstein für eine neue Arbeitsumgebung zu legen, ist es nötig die Vision, die Mission sowie Werte und Normen des Unternehmens zu verstehen – sie sind der Leitstern einer komplexen Infrastrukturaufgabe.

Schritt 1:

Vision & Mission von Unternehmen verstehen

Vision

Die für uns am besten greifbare Beschreibung einer Vision lautet:

Die Vision ist ein konkretes Zukunftsbild, nahe genug, dass wir die Realisierbarkeit noch sehen können, aber schon fern genug, um die Begeisterung der Organisation für eine neue Wirklichkeit zu wecken.

Boston Consulting Group

Mission

Die einfachste, aber wohl auch treffendste Beschreibung der Mission heißt für uns:

Die Mission beschreibt den Unternehmenszweck.

Philip Kotler

 

 

Die Vision des Axel Springer Verlags besagt:

Wir sind das führende digitale Medienunternehmen.

Zum Axel Springer Projekt

Bei adidas heißt die Mission:

To be the leading sports brand in the world.

Zum adidas Projekt

Den Leitstern für die Infrastrukturaufgabe finden

Am Beginn der Organisationsplanung ist es wichtig, zu verstehen, wohin das Unternehmen möchte und wofür es steht. Durch die Diskussion der konkreten Bedeutung für die Unternehmensinfrastruktur und eine Interpretation aus ihrer Perspektive wird dieses Verständnis verstärkt. Vision und Mission werden nicht neu geschrieben, ein paar ergänzende, erläuternde Sätze in Richtung Infrastruktur sind jedoch hilfreich.

Schritt 2:

Werte & Normen sowie Spielregeln & Kultur verstehen

Die Werte unserer Marke sind einzigartig. Seit mehr als 80 Jahren handeln und kommunizieren wir untereinander, mit unseren Kunden und der ganzen Welt auf der Basis dieser Werte. Wenn wir Entscheidungen für und über unsere Marke treffen, nutzen wir unsere Werte, um zu entscheiden, was richtig und falsch ist. Wie der vergangene Erfolg wird auch der zukünftige Erfolg davon bestimmt sein, wie wir diese Werte leben.

adidas

 

Das Zitat zeigt, welchen großen Einfluss die Werte eines Unternehmens auf seine zukünftige Entwicklung haben. Sie sind auch für ein Infrastrukturprojekt von entscheidender Bedeutung.

Das Verständnis der Ausrichtung eines Unternehmens wird über die nähere Betrachtung und Diskussion seiner Prinzipien verbessert. Doch neben Leitbild und Führungsgrundsätzen schauen wir ganz bewusst auch auf die ungeschriebenen Spielregeln. Man muss tiefer in die Unternehmenskultur eintauchen, um die Frage nach dem Warum? beantworten zu können.

Dokumentierte Prinzipien können, wie auch bei Vision & Mission, interpretiert und in ihrer konkreten Bedeutung für die Infrastruktur beschrieben werden. Doch verschriftlichen reicht noch nicht. Es geht um das richtige Erleben! Denn: Werte wirken. Und Gebäude auch. 

Geteilte, nirgendwo festgeschriebene Erwartungen, Geschichten, Erfahrungen und damit verbundene Haltungen und die erwähnten ungeschriebenen Regeln sind wichtiger Teil des "kulturellen Eisbergs" und befinden sich unterhalb der Oberfläche.

Nur mit bewusst gesetzten Gestaltungselementen werden die Charakteristika einer Organisation sichtbar. Ein vom Bildhauer interpretiertes Firmenlogo im Atrium oder die beeindruckend spiegelnde Fassade eines Gebäudes sind aber zu wenig – sie würden schnell als reine Kosmetik entlarvt. Der Anspruch, den es zu haben gilt, heißt: Authentizität. Die Botschaft des Gebäudes und seiner Services darf nicht im Widerspruch zu den immateriellen Prinzipien stehen. 

Neue Infrastruktur darf kein Schnellschuss sein

Werte und Normen sind langfristig verbindlich. Sie haben eine geringe Veränderungsdynamik. Ihre Langfristigkeit macht sie für Infrastrukturaufgaben wertvoll. Örtliche und räumliche Festlegungen, Investitionen mit Lebenszyklen, die in Dekaden gemessen werden, brauchen diese Stabilität in der strategischen Orientierung. Nach unserer Erfahrung kann ein radikaler Wandel bei Organisation und Objekt nur auf einem stabilen Wertefundament stattfinden.

Ein Paradebeispiel dafür ist der Axel Springer Verlag.

Lesen Sie weiter! Hier geht es zu Thema Nummer 3 der Organisationsplanung: Ziele.

Weitere Beiträge aus dem Themendossier
Aufbruch zu neuen Arbeitswelten - Teil 2:

Für diese Kunden haben wir unser Wissen im Bereich Strategien entwickeln bereits eingesetzt.

© 2018 M.O.O.CON GmbH