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Mit dieser Vision und dem Gongschlag der Gastgeber wurde der zweite Bauherrenkongress von M.O.O.CON und ÖGNI eröffnet. Rund 200 Teilnehmer setzten sich mit dem Thema Cradle-to-Cradle auseinander.
Der Bauherrenkongress 2012 ging gestern, am 26. Jänner 2012, mit nationalen und internationalen Experten der Frage nach, wie ökonomische und ökologische Aspekte die Immobilienwirtschaft konkret verändern werden. Denn ein gewaltiger Wandel steht vor uns, darin sind sich alle Experten einig.
Wer Zukunft denkt, muss daher bisherige Muster in Frage stellen und in alle Richtungen nach Optimierungsmöglichkeiten suchen. Nimmt die Immobilienbranche diese Herausforderung und ihre Verantwortung an? Mit einem breiten Denkansatz und innovativen Konzepten wollte der Kongress, der von M.O.O.CON und ÖGNI organisiert wurde, bisherige Vorstellungen durchbrechen.
Zur Eröffnung postulierte ÖGNI-Gründungspräsident Philipp Kaufmann (WU Wien) den Paradigmenwechsel der Bau- und Immobilienbranche hin zur Nachhaltigkeit und fordert „Gebäude zu bauen, zu bewirtschaften und zu nutzen ohne Verzicht, ohne Verschwendung; vielmehr gesunde Gebäude mit einer Fokussierung auf die Interessen der Nutzer im Einklang zwischen Ökologie, Ökonomie und sozio-kulturellen Qualitäten“.
„Dies setzt innovative Prozesse voraus“, ergänzte Karl Friedl, CEO bei M.O.O.CON. Das Unternehmen hat sich der lebenszyklischen Betrachtungsweise von Immobilien verschrieben. Die kürzlich von M.O.O.CON und ÖGNI zusammen mit weiteren Partnern gegründete IG Lebenszyklus Hochbau unterstützt Bauherren dabei, Gesamtverantwortung zu übernehmen – von der Planung, über die Errichtung bis hin zum Betrieb einer Immobilie. „Zukunftsfähige Immobilien brauchen das lebenszyklische Verständnis und die Bestellqualität des Bauherrn.“
Auch Prof. Dr. Michael Braungart rief mit seiner Präsentation über den Cradle to Cradle-Ansatz (C2C) zum Umdenken auf. Dieser beschreibt einen Materialkreislauf, in dem nahezu alle Elemente wiederverwertet werden können. Es ginge nicht nur darum, Gebäude effizienter zu bauen, sondern effektiver im Sinne neuer Ansätze und Technologien zu gestalten. Man solle nicht nur versuchen, einen negativen ökologischen Fußabdruck zu minimieren, sondern im Gegenteil zu versuchen, Positives zu erzeugen. Häuser, die sparen - das ist nur ein Minimum. Wir brauchen Gebäude mit Qualität und Design, die das Leben von Mensch und Umwelt positiv beeinflussen. Als Credo gibt Braungart daher aus : „Häuser wie Bäume und Städte wie Wälder“.
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